Erfolge und Berichte - Europe

Europe Jugendeuropameisterschaft 2015 in Platja d´Aro

Dieses Jahr fuhr ich ab dem 1. Juli für zehn Tage mit sieben weiteren Seglern aus Baden-Württemberg nach Platja d´Aro, Spanien zur Jugendeuropameisterschaft der Europes.

 

Am Donnerstag kamen wir nach 14 Stunden anstrengender Fahrt gegen Abend endlich auf dem Campingplatz an. Wir gingen noch in ein Restaurant um die Ecke was essen und bezogen unsere Mobile Homes. Am Freitag war nur Vermessung angesagt, welche in Nationen unterteilt war. Da das deutsche Team erst um 16 Uhr dran war, konnten wir den restlichen Tag am Strand entspannen. Samstag stand Abends die Eröffnungsfeier und Siegerehrung der Europe Masters, welche die Woche vor uns gesegelt sind, an. Somit wurde der Rest des Tages zum Einsegeln und zur Reviererkundung genutzt.

 

Sonntag war der erste Regattatag und es hatte wie schon vorhergesagt knackige 5-6 Windstärken. Wir segelten nur eine Wettfahrt, da der Wind zum Ende hin durch Dreher und starke Böen nur noch wenig segelbar war.

 

Jeden morgen gab es ein Breefing für die Coaches, bei dem die Wettfahrtleiter über die Pläne für den jeweiligen Tag und ein Meteorologe über Wetter und Wind redeten.

 

Montag morgen: Wie bestellt war tolles Wetter jedoch der Wind fehlte noch. Nachdem für gute zwei Stunden bei Startverschiebung im Hafen gewartet wurde ging es dann voller Motivation aufs Wasser. Die Windverhältnisse ließen zwar noch ein wenig zu wünschen übrig, doch wir hatten dadurch, dass wir am Vortag nur eine Wettfahrt gesegelt sind noch etwas aufzuholen. Doch kurz nach dem Startschuss zur ersten Wettfahrt merkte man schon, dass der heutige Tag nicht so locker wird, wie es vorerst aussah. Bereits auf der ersten Kreuz baute sich eine Thermik auf, die bis zum Ende des Laufes Böen mit bis zu 35 Knoten brachte. Für viele der jüngeren und unerfahreneren Seglern war es zu viel und sie mussten aufgeben. Andere mussten dies auch aufgrund von Schäden an den Booten.

 

Tag 3, Dienstag:

Der Meteorologe kündigte Winde ähnlich wie am Vortag an und damit hatte er nicht unrecht. Diese Vorhersage sorgte dafür, dass die jüngeren und leichteren Mädchen unter uns einen Lag-Day einlegten, was in

diesem Fall keine schlechte Entscheidung war. Es wurden zwei Wettfahrten mit konstanten 20-25 und in Knoten bis zu 35 Knoten gesegelt. Wir waren schon um 15:30 Uhr wieder im Hafen und diesmal sind auch alle ins Ziel gekommen. Doch bei so viel Wind und großer Welle wird das Feld zum Großteil von Dänen und Schweden angeführt, welche solche Winde eher „gewohnt“ sind.

 

Tag 4, Mittwoch.

Mal ein Tag für die etwas leichteren. Schon vor dem Auslaufen wurde AP(Startverschiebung) gesetzt und

dies nutzten wir aus um am Clubeigenen Pool etwas zu baden. Doch wie vom Wetterfrosch vorhergesagt, drehte um ca. 14 Uhr der Wind auf Süd und es kamen angenehme 7-10 Knoten. Für die Mädchen lief es etwas besser und auch wir Jungs konnten erstmals Plätze unter den ersten 15 segeln. Gesegelt wurden zwei Läufe, bei denen die Deutschen deutlich besser als die Tage zuvor abschneiden konnten.

 

Tag 5 und somit auch der letzte:

Es erwartete uns wieder ein mittelstarker, aber dafür sehr drehender Wind für den heutigen Tag. Wieder waren zwei Wettfahrten waren geplant welche vor allem für Anica aus unserem Team mit einem weiten und zwölften Platz sehr erfolgreich waren. Der Rest von uns schloss sehr gemischt ab Paul Jannik fuhr unter die ersten 20 und ich habe eher im hinteren Teil und im Mittelfeld nach dem Rechten geschaut. Schlussendlich kann man auch anhand der Ergebnisliste - vorne dominiert von Dänemark und Schweden - dass es durchaus mal für gute Platzierungen gereicht hat aber die Konstanz unabhängig von den Bedingen noch fehlt und es daher nur für das Mittelfeld reicht. Dennoch hatten wir sehr viel Spaß, es war ein tolles Team und wir sind auch an Erfahrung um einiges reicher.

 

Jannis Böhler

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